Musikverein "Harmonie" Balzhofen e.V.
72. Balzhofener Pfingstmusikfest
23. - 26. Mai 2026
Hitze-Hoch sorgt beim Fest für Mineralwasser-Boom
Musikverein „Harmonie“ äußert sich sehr zufrieden mit dem Verlauf seines 72. Balzhofener Pfingstmusikfests / Vorsitzender Bernd Lienhart kündigt fürs Jahr 2027 die Fortführung der Tradition an / Mit Klasse und Rasse erklingt die von Kurt Gäble komponierte 100-Jahre-Jubiläums-Polka „Festzeltzauber“
Bühl. Vom 72. Balzhofener Pfingstmusikfest war am gestrigen Mittwoch schon um 11.30 Uhr fast nichts mehr zu sehen. „Alles ist abgebaut und verladen, der Festplatz ist wieder zum Bolzplatz geworden“, meldet Harmonie-Vorsitzender Bernd Lienhart, „bereits unsere Nachtschicht, die hauptsächlich aus jüngeren Musizierenden besteht, hat beim Abbau von Dienstag auf Mittwoch hervorragende Arbeit geleistet.“
Der Musikverein „Harmonie“ Balzhofen stellt dieses größte Zeltmusikfest der Region auf die Beine, unterstützt von Helferinnen und Helfern aus dem rund 700 Einwohner zählenden Ort. Alle freuten sich, dass das Fest so friedlich verlaufen sei. „Aktive und Gäste haben in der Hitze schwitzen müssen, aber gesundheitliche Probleme hat es keine gegeben“, resümiert Lienhart. Er fügt an: „Wir haben deutlich mehr Mineralwasser als sonst verkauft. Deswegen mussten wir bei der Brauerei in Karlsruhe Nachschub holen.“
Hitzebedingt seien zwar an den Nachmittagen weniger Besucher gekommen. „Mit dem Publikumszuspruch an den Abenden waren wir aber sehr zufrieden“, stellt Lienhart fest. Der Musikverein habe viel Lob erhalten. Das Ergebnis verspreche auch gut zu werden. Angesichts dessen kündigt der Vorsitzende an: „Auch 2027 wird es wieder ein Balzhofener Pfingstmusikfest geben.“
Die von Patrick Groß dirigierte „Harmonie“ hatte am Dienstag musikalische Leckereien zum Bauernvesper des Dämmerschoppens beigesteuert. Andreas „Friedel“ Friedmann, der pfiffig moderierte, dichtete spontan eine Getränke-Empfehlung fürs Publikum: „Liebenzeller Schwarzwald-Classic, das schmeckt fruchtig, das schmeckt rassig.“
Die „Harmonie“ musizierte präzise und dynamisch. Begeisterter Beifall lohnte das exzellente Solo von Trompeter Jonas Lienhart in „Hey Tonight“. Spritzig servierte das Blasorchester die neu einstudierte „Spritzregen-Polka“. Mit Klasse und Rasse bot es die Polka „Festzeltzauber“ dar, die Kurt Gäble fürs Jubiläum „100 Jahre Musikverein Balzhofen“ komponiert hat.
Den Endspurt gestalteten die Oberbrucher Dorfmusikanten unter Leitung von Frank Burger. Ariane Morgenthaler moderierte nicht nur charmant, sondern sang auch gekonnt, solo „What a Feeling“ und zusammen mit Michael Droll „Genieß dein Leben jeden Tag“. Letzterer ermunterte, gemeinsam mit Thomas Seiler, im „Bozener Bergsteigermarsch“ das Volk zum Mitsingen.
Michael Kraft beeindruckte mit dem knackigen Posaunen-Solo der „Bayerischen Polka“, Marion Simeth mit dem ausdrucksstark gesungenen „Wunder gibt es immer wieder“, Max Seiler mit herrlichem Trompeten-Ton in „What A Wonderful World“ und Daniel Graf mit jazzigem Saxofon-Solo in „The Best Of Bruno Mars“. Einen Hochgenuss bescherten Ariane Morgenthaler und Marion Simeth dem Publikum, als sie Hubert von Goiserns „Heast as net“ sangen und jodelten. Das 72. Pfingstmusikfests ließen die Oberbrucher Dorfmusikanten mit „Hoch Badnerland“ endgültig verklingen. (Werner Vetter)
Zurück zur Gesamtübersicht über das Pfingstmusikfest 2026.